Autonome mobile Systeme
 

Die Forschungsgruppe verfügt über eine ganze Familie an mobilen autonomen Plattformen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen können. Sie ist aufgrund eines Baukastensystems, in dem verschiedene Hard- und Softwaremodule verfügbar sind, beliebig erweiterbar. Zu den Hardwaremodulen zählen verschiedene Antriebstechniken wie differentielle, synchrone oder holonome Antriebe. Als Sensoren werden Laserscanner, Ultraschall und bildgebende Systeme eingesetzt.

Damit ist es möglich, einen Roboter nach Kundenspezifikation zusammenzustellen und ihn bei Bedarf jederzeit mit zusätzlichen Fähigkeiten zu erweitern. Alle mobile Plattformen zeichnen sich durch eine freie, rein auf Sensordaten basierende Navigation aus. Eine Erweiterung der Sensoraustattung und somit der möglichen Fähigkeiten ist sowohl auf der Plattform selbst als auch in der Einsatzumgebung möglich.

Im neuen Forschungsfeld der autonomen Straßenfahrzeuge wird versucht, die Erfahrungen im Indoor-Bereich auch für den Straßenverkehr zu nutzen. Im Rahmen des SFB/TR 28 „Kognitive Automobile“ sollen Fahrzeugen Verständnis für Verkehrssituationen vermittelt werden, um selbstständig Fahrmanöver ausführen zu können oder den Fahrer im Rahmen einer Assistenzfunktion zu unterstützen.

Anwendungen
Mit Hilfe einiger Grundfunktionen wie Geschwindigkeits- oder Positionsregelung können schon viele Aufgaben (z.B. Verteilung von Post) zuverlässig durchgeführt werden. Die Systeme dienen jedoch auch als Grundplattformen für unterschiedliche Anwendungen. So dient beispielsweise eine holonome mobile Plattform als Träger eines humanoiden Robotertorsos für den SFB 588 "Humanoide Roboter". Des Weiteren sind einige Systeme mit bildgebenden Sensoren und 3D-Scanneranordnungen ausgestattet um Gesten und Objekte zu erkennen oder detaillierte Modelle der Umgebung zu erstellen.